Sonntag, 6. Mai 2012

Draculas Kollegen


Vlad Tepes war sicher in mehrerer Hinsicht eine gute Wahl als Vorbild für Graf Dracula. Er eignet sich bestens für die Projektionen der schwarzen Romantik und verkörpert einen Archetypen des faszinierend Schreck-lichen. Doch Stoker hätte sich durchaus andere Vorbilder suchen können, und beinahe hätte er sich in die Steiermark verirrt und die Gräfin Johanna Anna von Purgstall von Schloss Hainfeld als Vorbild gewählt.
Aber wenn schon eine Frau, dann wäre auch die ungarische Blutgräfin Elisabeth Bathory eine gute Wahl gewesen. Immerhin badete sie dem Vernehmen nach gern im Blut von Jungfrauen.
Gilles de Rais, Mitstreiter der Johanna von Orleans, hat es zwar nicht zum Vampir geschafft, aber als Ritter Blaubart ist auch er in die Mythologie eingegangen. Er rottete seine halbe Grafschaft aus, um seinen Blutdurst und seine sexuellen Gelüste zu befriedigen. Dafür wurde er auch gehängt.
Barthory und de Rais wurden zwar filmisch gelegentlich gewürdigt, die definitive literarische Aufarbeitung scheint aber noch auszustehen. Dennoch zwei Literaturtipps.

Leider noch nicht auf deutsch:

Zu Gilles des Rais:

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